Mut beweisen, Grenzen überwinden und als Gemeinschaft zusammenwachsen – genau darum geht es bei einem besonderen Grenzerfahrungsprojekt der DRK Kinder-und Jugendhäuser „Anne Frank“, das seit vielen Jahren im Sportpark Rabenberg durchgeführt wird. In zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen nehmen zunächst zehn Jungen und anschließend zehn Mädchen an dem erlebnispädagogischen Angebot teil.
Der Sportpark Rabenberg bietet mit seinen hervorragenden sportlichen Möglichkeiten den idealen Rahmen für das Projekt. Im Mittelpunkt steht dabei das Klettern an der Kletterwand. Täglich verbringen die Kinder und Jugendlichen mehrere Stunden an der Kletterwand und stellen sich immer wieder neuen Herausforderungen. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich beeindruckende Entwicklungen. Viele der Kinder und Jugendlichen überwinden Ängste, die sie zuvor als unüberwindbar empfanden. Schritt für Schritt gewinnen sie an Selbstvertrauen und erleben, wie sich Ausdauer, Mut und Durchhaltevermögen auszahlen. Aber auch der persönliche Wille ist ausschlaggebend, um sein Ziel zu erreichen. Das erfolgreiche Erreichen eines Kletterziels sorgt dabei für sichtbaren Stolz und ein deutlich gestärktes Selbstwertgefühl.
Besonders bemerkenswert ist das starke Gemeinschaftsgefühl, das innerhalb der Gruppe entsteht. Jeder Teilnehmer wird von den anderen angefeuert und unterstützt. Wenn eine Route nicht auf Anhieb gelingt oder die Kraft nachlässt, steht die Gruppe bereit, um Mut zu machen und aufzufangen. Konkurrenzdenken tritt dabei in den Hintergrund – stattdessen zählen Zusammenhalt, gegenseitige Wertschätzung und das gemeinsame Erleben von Erfolgen.
Neben dem Klettern erwartet die Kinder und Jugendlichen ein abwechslungsreiches Sport- und Freizeitprogramm. Dazu gehören Schwimmen, Wanderungen in der reizvollen Umgebung des Erzgebirges sowie ein Besuch im höchstgelegenen Kletterwald Sachsens. Die vielfältigen Aktivitäten sorgen nicht nur für Bewegung, sondern fördern auch Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Der Tagesablauf ist klar strukturiert und durchgeplant. Von den sportlichen Einheiten über gemeinsame Mahlzeiten bis hin zu Reflexionsrunden folgt ein Programmpunkt auf den nächsten. Die intensive Gestaltung der Tage fordert die Kinder und Jugendlichen körperlich wie mental heraus. Entsprechend erschöpft, aber auch zufrieden und stolz, fallen alle am Abend ins Bett.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie erlebnispädagogische Angebote jungen Menschen helfen können, persönliche Grenzen zu verschieben, neue Stärken zu entdecken und wichtige Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg zu sammeln. Der Sportpark Rabenberg erweist sich dabei einmal mehr als idealer Ort für nachhaltige und prägende Erlebnisse.
Ein besonderer Dank gilt der Hugo-Meyer-Nachfahrenstiftung, die durch ihre großzügige finanzielle Unterstützung die Durchführung dieses wertvollen Projekts überhaupt erst ermöglicht hat. Dank ihres Engagements erhalten die Kinder und Jugendlichen die Chance, außergewöhnliche Erfahrungen zu sammeln, persönliche Grenzen zu überwinden und wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung mitzunehmen.
E.Kobielski
Einrichtungsleiterin


